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Die Wiesenlandschaft gegenüber dem ehemaligen ”Mitropa” Intershop der DDR
ist bislang mein unangefochtenes Lieblingsbiotop für Naturbeobachtungen. Die
Wiese ist mitnichten homogen. Vielmehr wechseln sich völlig unterschiedliche
Bereiche ab. Von absolut trockenen bis sumpfigen Bereichen ist eine sehr breite
Palette von Lebensräumen mit entsprechender Flora und Fauna vorhanden.
Grashüpfer, viele Kreuzspinnen und andere Radnetzspinnen.
Auch hier teilten die Wespenspinnen sich das Biotop mit Kreuzspinnen, die mitunter
in der gleichen Weise wie die Wespenspinne eine Niesche im Gras errichteten, um bis
hinunter zum Boden ihr Netz aufzuspannen. In vielen solcher Schein-Fußstapfen
fand ich Netze winziger Radnetzspinnen, wobei ich mich frage, ob diese die Nieschen
von anderen Spinnen übernommen oder sie diese selbst angelegt haben mögen.
Aber auch hinsichtlich der Wespenspinne konnte ich eine Entdeckung machen. Ich fand
ein Exemplar, das sein Stabiliment ausschließlich oberhalb der Netznabe ausgebildet
hatte. Das einzigemal unter über 300 untersuchten Netzen. Ich hatte schon angenommen,
dass diese kombinatorisch logische Variante überhaupt nicht vorkommt.
Die große Störungsresistenz der Wespenspinne ließ sich einmal mehr beweisen, als ich
ein Maßband an ein Netz anlehnte und die Spinne nach kurzem Aufschrecken dies klaglos zu
ließ:
Angelehntes Maßband (63 KB JPeg). Das Anschließend aufgenommene
Portraitfoto der Spinne (30 KB JPeg) war allerdings kaum aussagefähig, was die
Größe der Spinne anbelangt, da zwischen Maßband und Spinne noch etwa 3 cm Abstand
herrschte, der für perspektivische Ungenauigkeit sorgte.
Die Untersuchung des Geländes fand am 5. September 2002 statt. Wenn auch noch viele Weibchen
in ihren Netzen vorgefunden wurden, so möchte ich dennoch erwähnen, dass einige
bereichts jetzt mit dem Kokonbau fertig waren. Ich fand zwei bewachte und einen unbewachten Kokon
(Kokon-1 mit Weibchen 38 KB, Kokon-2 mit Weibchen
42 KB, unbewachter Kokon 66 KB)
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